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Die Baureihe 65.10 der DR war eine vierfach gekuppelte Personenzug-Tenderlokomotive. Das Vorbild gehört zur ersten Nachskriegs-Neubaureihe und wurde ab 1954 als universelle Lokomotive für den mittelschweren Personen- und Güterzugdienst eingesetzt. Die BR 65.10 war außer in den nördlichen Betriebswerken der DR in der ganzen DDR stationiert und wurde in den 1950er und 1960er Jahren bevorzugt für den Berufsverkehr mit Doppelstockzügen eingesetzt, auch mit Wendezügen. Dementsprechend wurden einige der Maschinen mit einer Wendezugsteuerung ausgerüstet. Auch im Güterzugdienst wurde sie eingesetzt. Ab 1966 wurden alle Loks mit Giesl-Flachschornsteinen ausgestattet, bis 1977 erfolgte die Ausmusterung.
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Die Baureihe 65<sup>10</sup> der DR war eine vierfach gekuppelte Personenzug-Tenderlokomotive. Das Vorbild gehört zur ersten Nachskriegs-Neubaureihe und wurde ab 1954 als universelle Lokomotive für den mittelschweren Personen- und Güterzugdienst eingesetzt. Die BR 65<sup>10</sup> war außer in den nördlichen Betriebswerken der DR in der ganzen DDR stationiert und wurde in den 1950er und 1960er Jahren bevorzugt für den Berufsverkehr mit Doppelstockzügen eingesetzt, auch mit Wendezügen. Dementsprechend wurden einige der Maschinen mit einer Wendezugsteuerung ausgerüstet. Auch im Güterzugdienst wurde sie eingesetzt. Ab 1966 wurden alle Loks mit Giesl-Flachschornsteinen ausgestattet, bis 1977 erfolgte die Ausmusterung.
   
Das Modell der BR 65.10 stellte PIKO zeitgleich mit den passenden Doppelstockzügen auf der Leipziger Herbstmesse 1967 vor. Gegenüber den zwar soliden, aber doch wenig maßstäblichen Elektro- und Dieselloks der bisherigen Produktion bedeutete dieses Triebfahrzeug einen deutlichen Qualitätssprung. Jedoch fand auch hier, ähnlich wie bei allen anderen PIKO-Triebfahrzeugen, kaum eine Überarbeitung oder Weiterentwicklung statt. Waren die Treibstangen zunächst mit Metallnieten befestigt, so wurden später im Zuge von Rationalisierungen Kunststoffbolzen angegossen. Diese erwiesen sich allerdings als nicht so langlebig wie ihre Vorgänger. Es blieb in all den Jahren bei der Ausführung als 65 1010 (Epoche III-Beschriftung). Ab Ende der Siebziger Jahre verblieb die BR 65 als einzige Dampflok im Sortiment der Nenngröße N.
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Das Modell der BR 65<sup>10</sup> stellte PIKO zeitgleich mit den passenden Doppelstockzügen auf der Leipziger Herbstmesse 1967 vor. Gegenüber den zwar soliden, aber doch wenig maßstäblichen Elektro- und Dieselloks der bisherigen Produktion bedeutete dieses Triebfahrzeug einen deutlichen Qualitätssprung. Jedoch fand auch hier, ähnlich wie bei allen anderen PIKO-Triebfahrzeugen, kaum eine Überarbeitung oder Weiterentwicklung statt. Waren die Treibstangen zunächst mit Metallnieten befestigt, so wurden später im Zuge von Rationalisierungen Kunststoffbolzen angegossen. Diese erwiesen sich allerdings als nicht so langlebig wie ihre Vorgänger. Es blieb in all den Jahren bei der Ausführung als 65 1010 (Epoche III-Beschriftung). Ab Ende der Siebziger Jahre verblieb die BR 65<sup>10</sup> als einzige Dampflok im Sortiment der Nenngröße N.

Version vom 12. Januar 2019, 17:53 Uhr

Die Baureihe 6510 der DR war eine vierfach gekuppelte Personenzug-Tenderlokomotive. Das Vorbild gehört zur ersten Nachskriegs-Neubaureihe und wurde ab 1954 als universelle Lokomotive für den mittelschweren Personen- und Güterzugdienst eingesetzt. Die BR 6510 war außer in den nördlichen Betriebswerken der DR in der ganzen DDR stationiert und wurde in den 1950er und 1960er Jahren bevorzugt für den Berufsverkehr mit Doppelstockzügen eingesetzt, auch mit Wendezügen. Dementsprechend wurden einige der Maschinen mit einer Wendezugsteuerung ausgerüstet. Auch im Güterzugdienst wurde sie eingesetzt. Ab 1966 wurden alle Loks mit Giesl-Flachschornsteinen ausgestattet, bis 1977 erfolgte die Ausmusterung.

Das Modell der BR 6510 stellte PIKO zeitgleich mit den passenden Doppelstockzügen auf der Leipziger Herbstmesse 1967 vor. Gegenüber den zwar soliden, aber doch wenig maßstäblichen Elektro- und Dieselloks der bisherigen Produktion bedeutete dieses Triebfahrzeug einen deutlichen Qualitätssprung. Jedoch fand auch hier, ähnlich wie bei allen anderen PIKO-Triebfahrzeugen, kaum eine Überarbeitung oder Weiterentwicklung statt. Waren die Treibstangen zunächst mit Metallnieten befestigt, so wurden später im Zuge von Rationalisierungen Kunststoffbolzen angegossen. Diese erwiesen sich allerdings als nicht so langlebig wie ihre Vorgänger. Es blieb in all den Jahren bei der Ausführung als 65 1010 (Epoche III-Beschriftung). Ab Ende der Siebziger Jahre verblieb die BR 6510 als einzige Dampflok im Sortiment der Nenngröße N.

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